DIY-Sitzbank unter 100€

DIY-Sitzbank unter 100€

Eine stabile und schlichte Bank für Garten, Terrasse oder vor dem Lichtschacht lässt sich günstig und schnell selbst bauen. Ich zeige dir meine einfache Methode: nur Glattkantbretter, ein paar Schrauben und wenig Zeit.

Das Ergebnis ist eine robuste Sitzbank mit einer Tiefe von 40 bis 50 cm – ideal zum Entspannen oder als zusätzlicher Ablageplatz.

 

Schritt 1: Material und Werkzeuge

Für die Grundversion benötigst du:

  • Glattkantbretter (Fichte oder Tanne), Menge je nach gewünschter Breite – ich arbeite mit drei unterschiedlichen Längen
  • Holzschrauben (4 × 50 mm oder 4 × 60 mm)
  • Schleifpapier (Körnung 80, 120, optional 240)
  • Holzschutz, Lasur oder Farbe (bei Außeneinsatz empfohlen)
  • Werkzeuge: Säge (Kreissäge oder Handsäge), Akkuschrauber, Bohrer zum Vorbohren, Schleifmaschine oder Schleifklotz

Mit einfachen Standardbrettern bleibt das Projekt in der Regel unter 100 Euro.

Schritt 2: Zuschnitt – drei verschiedene Längen

Schneide die Glattkantbretter auf drei unterschiedliche Längen zu. Der Grundgedanke ist, die Bretter versetzt zu staffeln, sodass eine stabile Sitzfläche mit klarer Optik entsteht.

Beispiel (anpassbar):

  • Hauptbrett (Sitzlänge): 120–160 cm
  • Zweites Brett: 110–150 cm
  • Drittes Brett: 100–140 cm

Die Gesamtlänge wählst du passend zu deinem Platzangebot. Markiere sauber und säge präzise. Eine Kreissäge sorgt für besonders gerade Schnittkanten.

Schritt 3: Schichten stapeln und verschrauben

Lege die zugeschnittenen Bretter in mehreren Lagen übereinander und verschraube jede Lage einzeln. So entsteht eine massive Sitzkonstruktion ohne zusätzliche Rahmenkonstruktion.

Vorgehen:

  1. Erste Lage positionieren.
  2. Zweite Lage versetzt auflegen – versetzte Kanten erhöhen die Stabilität und sorgen für eine saubere Optik.
  3. Vorbohren, um ein Aufspalten des Holzes zu vermeiden.
  4. Schrauben im Abstand von 20–30 cm setzen.

Wiederhole diesen Vorgang, bis die gewünschte Sitztiefe von 40 bis 50 cm erreicht ist. Das ist ergonomisch für die meisten Anwendungen geeignet.

Schritt 4: Abschleifen und Finish

Nach dem Verschrauben werden alle Kanten und Oberflächen sauber geschliffen.

  • Grobschliff mit 80 oder 100
  • Zwischenschliff mit 120
  • Optional Feinschliff mit 240 für eine besonders glatte Oberfläche

Je nach Einsatzort empfiehlt sich ein Oberflächenschutz:

  • Außenbereich: Lasur oder Beize gegen Witterungseinflüsse
  • Innenbereich: Lack oder Hartwachsöl für höhere Abriebfestigkeit

Ein Anstrich schützt nicht nur, sondern verleiht der Bank auch eine individuelle Optik.

Schritt 5: Aufstellen und letzte Details

Platziere die Bank am gewünschten Ort. Ich habe sie vor einem Lichtschacht aufgestellt – das wirkt modern und bietet gleichzeitig praktische Sitz- und Ablagefläche.

Gummifüße oder Filzgleiter unter den Auflageflächen verhindern Kratzspuren auf Fliesen oder Terrassenplatten.

Tipps und häufige Fragen

Wie stabil ist die Konstruktion?
Sehr stabil, sofern sauber verschraubt wird und ausreichend Lagen verbaut sind. Vorbohren und gleichmäßiger Schraubabstand sind entscheidend.

Welche Tiefe ist ideal?
40–50 cm sind komfortabel zum Sitzen. Für reine Ablageflächen kann eine geringere Tiefe ausreichen.

Was ist bei Feuchtigkeit zu beachten?
Im Außenbereich unbedingt Holzschutz auftragen und die Unterseite gegen aufsteigende Feuchtigkeit schützen.

Kostenrahmen?
Mit Standardbrettern, Schrauben und Oberflächenbehandlung bleibt das Projekt üblicherweise unter 100 Euro.

Fazit

Diese Bauweise ist einfach, kostengünstig und flexibel anpassbar. Ohne komplexe Konstruktion entsteht eine massive, moderne Sitzbank, die sowohl funktional als auch optisch überzeugt.

Mit sauberem Zuschnitt, sorgfältigem Verschrauben und einem passenden Finish erhältst du ein langlebiges Möbelstück mit minimalem Materialeinsatz.

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