Ich wollte meine Pflanzen nicht länger einfach auf den Boden stellen. Die Lösung war ein massiver Holzrahmen mit eingelassenen LED-Streifen, der die Pflanzen gezielt in Szene setzt und gleichzeitig als Blickfang im Raum dient.
In dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung zeige ich, wie ich den Rahmen gebaut habe, welche Materialien und Werkzeuge zum Einsatz kamen und welche praktischen Erkenntnisse sich während des Projekts ergeben haben.
Schritt 1: Material einkaufen
Die wichtigsten Materialien habe ich im Baumarkt besorgt. Entscheidend ist, auf ausreichend stabile Hölzer zu setzen, damit der Rahmen später sicher steht und das Gewicht der Pflanzen problemlos trägt.
Materialübersicht:
- Massive Holzbalken (für Rahmen und Füße)
- Holzbrett (für runde Scheiben bzw. Abdeckungen)
- LED-Streifen (selbstklebend, vorzugsweise 12 V)
- Kabel und passendes Netzteil
- Holzleim und Schrauben
- Möbelwachs oder Klarlack
Schritt 2: Zuschnitt und Schleifen
Die Balken habe ich auf Gehrung geschnitten, damit die Ecken sauber und passgenau zusammenlaufen. Anschließend wurden alle Teile gründlich geschliffen. Das verhindert Splitter und sorgt dafür, dass Leim und spätere Oberflächenbehandlung gut haften.


Schritt 3: Nut fräsen und Kabelführung planen
In einen der Balken habe ich eine Nut gefräst, in die später der LED-Streifen eingelegt wird. Am Ende dieser Nut habe ich die Position auf das gegenüberliegende Balkenstück übertragen und dort ein Loch gebohrt.
So lässt sich das Kabel unauffällig durch den Rahmen führen, ohne später sichtbar zu sein oder zu stören.

Schritt 4: Rahmen zusammenbauen
Zum Verbinden der Balken habe ich zunächst alle Kontaktflächen mit Holzleim versehen und diesen kurz anziehen lassen. Anschließend habe ich die Verbindung zusätzlich mit Schrauben gesichert.
Diese Kombination sorgt für hohe Stabilität und saubere, langlebige Verbindungen.

Schritt 5: Füße und dekorative Scheiben anbringen
Die Füße habe ich ebenfalls mit Leim und Schrauben befestigt, damit der Rahmen stabil steht. Aus einem Holzbrett habe ich drei runde Scheiben ausgeschnitten und auf den Rahmen geschraubt.
Sie dienen als dekorative und zugleich funktionale Auflageflächen für die Pflanzgefäße.


Schritt 6: Finish und LED installieren
Als Oberflächenschutz habe ich ein transparentes Möbelwachs aufgetragen. Es hebt die Holzstruktur hervor und schützt vor leichter Verschmutzung.
Nach dem Trocknen habe ich die LED-Streifen in die gefräste Nut geklebt und das Kabel durch das zuvor gebohrte Loch geführt. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass:
- die LED-Streifen sauber und spannungsfrei liegen
- ausreichend Kabellänge bis zum Netzteil vorhanden ist

Schritt 7: Pflanzen einsetzen und Rahmen positionieren
Zum Abschluss habe ich die Pflanzen eingetopft und auf dem Rahmen platziert. Der Aufbau lässt sich problemlos an seinem endgültigen Standort aufstellen.
Sobald das Licht eingeschaltet ist, erzeugen die LEDs eine stimmungsvolle Beleuchtung, die die Pflanzen hervorhebt und den Rahmen zum echten Hingucker macht.
Tipps und Tricks
- Vorbohren: Schrauben immer vorbohren, besonders bei massiven Balken, um Rissbildung zu vermeiden.
- Kabelmanagement: Netzteil und Kabel möglichst verdeckt hinter dem Rahmen oder in einem kleinen Fach platzieren.
- LED-Wahl: Warmweiß wirkt gemütlich, Kaltweiß betont Blattstrukturen stärker.
- Schutz: Möbelwachs schützt vor Feuchtigkeit, ersetzt jedoch keine wasserfeste Beschichtung bei starkem Gießwasser.
- Sicherheit: Beim Sägen und Fräsen immer Schutzbrille und Gehörschutz tragen.
Warum dieser Pflanzenrahmen funktioniert
Der Pflanzenrahmen verbindet Funktionalität und Design. Die eingelassenen LEDs sorgen für gleichmäßiges Licht und setzen Pflanzen gezielt in Szene. Die stabile Konstruktion trägt mehrere Blumentöpfe und lässt sich flexibel an Raumgröße und Pflanzenauswahl anpassen.
Wer mit sauberer Planung startet, sich Zeit für Zuschnitt und Oberflächenbehandlung nimmt, wird beim Zusammenbau belohnt. Das Projekt ist überschaubar, handwerklich gut umsetzbar und sorgt am Ende dafür, dass Pflanzen im besten Licht stehen.





