Ein Spiegel kann einen Flur größer wirken lassen. Mit einer warmen LED-Hintergrundbeleuchtung wird er aber zum echten Highlight. Genau das war mein Ziel für den zweiten Teil meines Flur-Makeovers: ein großer, organisch geformter Spiegel, der bündig an die Akustikpaneele anschließt und die Wand mit einem weichen Lichtschein aufwertet.
Das Ergebnis verbindet mehrere Dinge, die ich im Eingangsbereich mag: Holz, klare Linien, indirektes Licht und eine praktische Ablage. Der Spiegel ist nicht einfach an die Wand gehängt. Ich habe zuerst eine Unterkonstruktion gebaut, die Tiefe ausgeglichen, die Fläche vorbereitet und erst dann Spiegel und LEDs montiert.
Step 1: Die Spiegelkontur auf die Wand übertragen
Mein Spiegel hat keine rechteckige Form, sondern eine große, geschwungene Kontur. Damit später alles passt, habe ich die Außenlinie grob auf die Wand übertragen.
Die Markierung zeigt, wo die Unterkonstruktion verlaufen muss und wie viel Platz der Spiegel oberhalb der Ablage braucht. Wichtig war mir dabei der Kontrast zu den Akustikpaneelen: Die geschwungene Kante spielt bewusst gegen die geraden, vertikalen Lamellen.

Step 2: Eine bündige Unterkonstruktion aus Multiplex bauen
Damit der Spiegel bündig mit den Akustikpaneelen abschließt, habe ich dünne Multiplexplatten als Unterkonstruktion an die Wand geschraubt. Sie folgen nicht komplett der Spiegelkante, sondern sitzen dort, wo der Spiegel später zuverlässig aufliegt und genug Abstand zur Wand bekommt – dieser Abstand schafft später den Raum für die LED-Streifen.
Wichtig: Die Ablage unterhalb des Spiegels war der feste Bezugspunkt – die Unterkonstruktion musste exakt darüber beginnen und sauber an den seitlichen Paneelbereich anschließen. Nach dem Verschrauben hatte ich eine stabile Fläche, auf der der Spiegel später aufliegen konnte.

Step 3: Die Holzoberflächen lackieren und für das Klebeband vorbereiten
Bevor der Spiegel montiert werden konnte, habe ich die sichtbaren Flächen der Unterkonstruktion lackiert. Das ist kein optischer Schritt: Die Lackschicht sorgt dafür, dass das doppelseitige Klebeband später besser hält, da rohes Holz je nach Oberfläche stark saugt.
Ich habe die Multiplexteile mit einer Rolle lackiert und dabei die Kanten nicht ausgelassen. Wichtig: Eine gleichmäßig vorbereitete, staubfreie Fläche ist die Grundlage für eine zuverlässige Verklebung.

Step 4: Starkes doppelseitiges Klebeband aufbringen
Für die Verbindung zwischen Unterkonstruktion und Spiegel habe ich doppelseitiges Klebeband verwendet – entlang der unteren Kante, der seitlichen Bereiche und des oberen Bogens auf den Multiplexleisten. So verteilt sich die Last über mehrere Kontaktpunkte und die Spiegelkante liegt sauber an.
Wichtig: Die Schutzfolie erst kurz vor dem finalen Ansetzen entfernen, da nach dem Kontakt sofort alles sitzen muss. Ich habe deshalb den Spiegel bereitgelegt, die Position geprüft und genug Platz zum kontrollierten Ansetzen geschaffen.

Step 5: LED-Streifen auf der Spiegelrückseite montieren
Für die Beleuchtung habe ich denselben LED-Streifen verwendet, den ich auch bei anderen Projekten einsetze. Er läuft auf der Rückseite entlang der geschwungenen Spiegelkante – so leuchtet nicht der Spiegel selbst, sondern die Wand dahinter.
Ich habe den Streifen passend zur organischen Kontur zugeschnitten und sorgfältig um die Rundung geführt. Die sichtbare Lichtwirkung entsteht durch den Abstand zwischen Spiegel und Wand, den die Multiplex-Unterkonstruktion vorher geschaffen hat.

Step 6: Den Spiegel exakt ausrichten und festkleben
Ich habe den Spiegel vorsichtig an die vorbereitete Unterkonstruktion gesetzt, zunächst an der unteren Kante ausgerichtet und dann Stück für Stück an die Wand gedrückt. Bei dieser Größe ist sauberes Positionieren entscheidend: Form, Unterkante zur Ablage und Abstand zu den Akustikpaneelen mussten stimmen, bevor der Spiegel flächig angedrückt wurde.
Von vorne bleiben nur die klare Spiegelfläche, die schwebende Ablage und die Lichtkante sichtbar – die gesamte Unterkonstruktion verschwindet dahinter.

Step 7: Den Flur mit Licht, Spiegelung und Dekoration vollenden
Nach dem Anschließen der LEDs war der Effekt sofort da: Das warme Licht läuft um die linke, geschwungene Seite des Spiegels und hebt ihn sanft von der Wand ab, während rechts die vertikalen Lichtlinien zwischen den Holzlamellen einen Kontrast setzen.
Der Spiegel reflektiert Flur, Teppich und Tageslicht und macht den Bereich offener, ohne zusätzliche Möbel. Die Ablage davor bietet Platz für Vasen, Zweige und Deko – ich habe mich bewusst für zurückhaltende, organische Accessoires und goldfarbene Leuchten entschieden.
Ergebnis: Ein beleuchteter Spiegel mit bündiger Multiplex-Unterkonstruktion und indirektem LED-Licht, der durch Wandaufbau, Abstand und klare Ausrichtung zum echten Blickfang im Flur wird.



